Die unsichtbare Welt der Superreichen


Die Unterscheidung zwischen Einkommen und Vermögen ist die erste Hürde, um die Landkarte des Reichtums zu verstehen. Die nächste, noch größere Hürde ist die der Sichtbarkeit. Während die Forbes-Liste 171 Milliardäre in Deutschland zählt, existiert parallel dazu eine zweite, unsichtbare Realität. Konservative Schätzungen gehen von weiteren 300 bis 500 „unsichtbaren Milliardären“ aus, deren Vermögen sich der öffentlichen Wahrnehmung entzieht.

Die Architekten der Unsichtbarkeit

Das Vermögen dieser Gruppe ist nicht einfach nur groß – es ist strukturell verborgen. Es steckt in:

• Jahrhundertealten Familienkonstrukten: Die Vermögen von Familien wie Thurn und Taxis oder Fugger sind in einem undurchdringlichen Geflecht aus GmbHs, Kommanditgesellschaften und Stiftungen organisiert. Juristisch gibt es oft keinen einzelnen Eigentümer, sondern nur ein abstraktes Geflecht von Beteiligungen.

• Nicht-börsennotierten Beteiligungen: Anteile an Weltmarktführern, die nie an die Börse gingen, sind in keiner Bilanz öffentlich einsehbar.

• Diskreten Verwaltungsstrukturen: Private Family Offices und kleine, regionale Privatbanken agieren im Verborgenen und verwalten Vermögen, das in öffentlichen Statistiken nicht auftaucht.


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