Der Krieg: Das Scheitern der Gemeinsamen Sache

Es nützt nichts, moralisch, intellektuell oder in irgendeiner Weise überlegen zu sein, wenn der Unterlegene schließlich seine Waffen auspackt. Es gibt keine gerechten Kriege. Es mag zwar nachvollziehbare Gründe geben, warum es zu einem Konflikt kommt, aber ein Krieg ist immer ungerecht.

Ein Krieg wird immer von einem Streit eingeleitet, der nicht gelöst werden konnte. Die Beteiligten wähnen sich dabei immer im Recht, und irgendwann findet auf beiden Seiten kein Austausch von Argumenten und Wertvorstellungen mehr statt. Selbst wenn Platon vom gerechten Krieg spricht, ist dies in der Praxis eher eine Rechtfertigung als eine wirkliche Begründung. Kriege lösen keine Konflikte. Nur manchmal, in seltenen Fällen, sind sie notwendig, um einer mörderischen Ideologie Einhalt zu gebieten – wie im Kampf gegen das Dritte Reich oder Serbien. Doch selbst diese notwendigen Akte sind Tragödien und keine Siege der Gerechtigkeit.

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